Ausgabe SS 2016
Ausgabe WS 2015
Ausgabe SS 2015
Ausgabe WS 2014
Ausgabe SS 2014
Ausgabe WS 2013
Ausgabe SS 2013
Ausgabe WS 2012/13
Ausgabe SS 2012
Ausgabe WS 2011/12
Ausgabe SS 2011
Ausgabe WS 2010/11
Ausgabe SS 2010



Auf einem guten Weg?


Liebe Studierende, Berufseinsteigerinnen und -einsteiger,
liebe Young Professionals!


Der Beginn ihrer beruflichen Laufbahn fällt in eine Zeit der großer Umwälzungen – selten waren im Bereich der Bildung, aber auch in Technik und Gesellschaft Veränderungen so dynamisch und weitreichend wie in den letzten zehn Jahren. Und es gibt aus meiner Sicht absolut keine Anzeichen dafür, dass sich dieses Tempo in den nächsten zehn Jahren verlangsamen wird. Demographischer Wandel, die Notwendigkeit von Zuwanderung, der Umbau unseres Energiesystems, Industrie 4.0 und ihre Bedeutung für die immer weiter voranschreitende Globalisierung – das sind nur einige der Themen die ihren Berufseinstieg begleiten werden, an deren Ausgestaltung Sie teilhaben werden.

Junge wie alte Menschen verunsichert das Tempo dieses Wandels. Verunsicherung ist die Triebfeder für viele der Nationalismen und fragwürdigen politischen Entwicklungen, die wir überall auf der Welt, aber eben auch in Europa und Deutschland sehen. Verunsicherte Menschen folgen Parolen, die ihnen ihr Heil in überschaubaren Einheiten, in scheinbar feststehenden Wahrheiten versprechen.

Ich versichere Ihnen: Als Absolventinnen und Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge haben Sie keinen Grund, verunsichert zu sein – Sie sind auf einem guten Weg, Wandel bedeutet für Sie nicht nur Risiko sondern in viel größerem Maße auch Chance.

Die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master sind in den Ingenieurwissenschaften etabliert, die ersten Absolventinnen und Absolventen der neuen Studiengänge haben sich in der Industrie bewiesen. Probleme gibt es mit den neuen Abschlüssen in den Ingenieurwissenschaften kaum. Der Bachelor ist inzwischen als erster berufsqualifizierender Abschluss für viele Aufgaben anerkannt. Für unsere Masterabsolventinnen und -absolventen kann ich guten Gewissens sagen, dass sie in keiner Beziehung schlechter ausgebildet sind, als es früher Diplomingenieurinnen und -ingenieure waren. Im Gegenteil: In vielen Details sind die Umstrukturierungen genutzt worden um Studiengänge zu modernisieren, um mehr individuelle Gestaltungsspielräume zu schaffen. Gerade die großen Universitäten können Ihren Studierenden da viele Optionen anbieten. Und schließlich bereiten universitäre Masterstudiengänge in idealer Weise auf selbständige wissenschaftliche Arbeit, auf die Promotion zum Dr.-Ing. vor. Nur an dieser Stelle verteidigen wir aus gutem Grund eine alte „Marke“. Der Dr.-Ing. ist nicht wie international viele Ph.D.-Programme verschult und einseitig auf akademische Laufbahnen ausgerichtet. Der weitaus größte Teil unserer promovierten Absolventinnen und Absolventen geht in die Industrie, übernimmt dort verantwortungsvolle Aufgaben nicht nur, aber eben auch in Forschung und Entwicklung. Die Industrie weiß promovierte Ingenieurinnen und Ingenieure als Innovationstreiber zu schätzen. Dabei kommt es meistens gar nicht so sehr auf das Thema der Promotion an – wer sich selber einmal bewiesen hat, dass er (oder natürlich „sie“, der Prozentsatz der Doktorandinnen steigt) ein Thema bis an die Spitze der internationalen Forschung vorantreiben kann, dass er seine Ergebnisse auf großen internationalen Konferenzen vertreten kann, der sagt nicht mehr so leicht „das kann ich nicht“ oder „das geht nicht“.

Mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium sind sie auf alle Fälle auf einem guten Weg. Ich kann Sie nur ermuntern, diesen Weg so weit zu gehen wie sie können. Je besser Sie ausgebildet sind, desto mehr Chancen eröffnet ihnen der andauernde Wandel in Technik, Industrie und Gesellschaft. Und: Unsere Gesellschaft braucht Sie. Zusammen mit gut ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen werden Sie dafür sorgen müssen, dass Deutschland und Europa in einer sich wandelnden Welt weiterhin Erfolg haben, dass die Verunsicherung in der Bevölkerung nicht überhandnimmt, der soziale Frieden erhalten bleibt.

Ihnen allen wünsche ich ein erfülltes und abwechslungsreiches Berufsleben – ich bin mir sicher, dass Sie dafür die besten Voraussetzungen mitbringen. Sie sind auf einem guten Weg!

Prof. Dr.-Ing. Roland Span
Dekan der Fakultät für
Maschinenbau der Ruhr-Universität Bochum

 

Beratung und Anfragen zu Anzeigenschaltungen
und über Belegexemplare älterer Ausgaben:

Ihr Ansprechpartner:


Abteilungsleitung
Sascha Bückermann

Projekte Technik
/Ingenieure
Bereich Berufswahl/
Karriere
Forschung/Wissenschaft
für Hochschulen in Deutschland

Finkenstraße 10, 68623 Lampertheim
Tel.: 06206 939-442,
Fax: 06206 939-400
E-Mail: sascha.bueckermann@alphapublic.de
www.top-karrierestart.de