Offizier (m/w) in der Bundeswehr

Der Offizier (m/w) in der Bundeswehr ist trotz aller Spezialisierung in erster Linie Führungspersönlichkeit, Ausbilder/-in und Erzieher/- in seiner Mitarbeiter und Untergebenen.

 

Die Universität der Bundeswehr München – Hörsäle, Institute und Unterkünfte liegen auf einem Gelände und erlauben den Studenten kurze Wege

In dieser Aufgabe ist er verantwortlich für die Menschen, mit denen er zusammen die gemeinsamen Aufträge bewältigt. Er bildet Soldatinnen und Soldaten für ihre militärfachlichen Aufgaben aus. Das erfordert Verständnis für Menschen und pädagogisches Geschick, sowie Durchsetzungsvermögen und fachliches Können. Im Einsatzfall müssen Offiziere ihre Soldaten und Soldatinnen führen, auch unter außergewöhnlichen Belastungen und den Bedingungen des Einsatzes verantwortungsvoll handeln und Entscheidungen präzise treffen können. Dabei ist neben geistiger und charakterlicher Reife für ihren Beruf, auch körperlich Leistungsfähigkeit erforderlich. Im Rahmen der Offizierausbildung werden die Offiziersanwärterinnen und -anwärter auf diese Führungsaufgaben vorbereitet.

BERUFLICHE AUS- UND WEITERBILDUNG – STUDIUM BEI DER BUNDESWEHR

Das Studium dient neben der persönlichen Aus- und Weiterbildung der Offiziere (Erwerb eines akademischen Abschlusses) vor allem auch dazu, theoretische und praktische Kenntnisse zu vermitteln, die in der späteren Verwendung als Offizier zur Anwendung kommen. Es bieten sich dabei in allen Bereichen dementsprechende Karrieremöglichkeiten. Erfüllt man die geforderten Voraussetzungen, ermöglicht die Bundeswehr ein Studium an einer der beiden Hochschulen der Bundeswehr in Hamburg oder München. Durch die geringe Zahl von Studierenden pro Fach und Trimester ähneln die Hochschulen der Bundeswehr weniger einer überlaufenen öffentlichen, sondern eher einer Privathochschule. Man kennt sich und ist keine anonyme Matrikelnummer. Weiterhin sind keine Studiengebühren zu zahlen, sondern die Studenten erhalten je nach Dienstgrad die vollen Gehaltszahlungen. Neben den Studiengängen an Bundeswehruniversitäten besteht auch die Möglichkeit eines medizinischen Studiengang an einer öffentlichen Hochschule. Dem Sanitätsoffizieranwärter/- in wird dabei ein Studium und anschließende praktische Tätigkeit in den Bereichen Human-, Zahn- und Tiermedizin sowie Pharmazie und Lebensmittelchemie angeboten. Das Studium findet jeweils an einer öffentlichen Universität statt. (Dafür steht der Bundeswehr ein Kontingent an Studienplätzen in verschiedenen Studienorten zur Verfügung.) Für die Dauer des Studiums wird man vom aktiven Dienst beurlaubt und erhält sein Gehalt entsprechend dem Dienstgrad.

Ein möglicher Arbeitsplatz als Offizier: Der neue Hubschrauber TIGER

HUBSCHRAUBER, FLUGZEUGE UND DÜSENJÄGER – DER TRAUM VOM FLIEGEN

Wer sich für den fliegerischen Dienst bei der Bundeswehr bewirbt, unterliegt besonderen Anforderungen. Dazu gehören Selbstbewusstsein, hohe Motivation, Leistungs- und Teamfähigkeit. Bei der Bundeswehr fliegen nur Offiziere, die den unbedingten Wunsch haben zu fliegen und die besonderen Voraussetzungen und Begabungen für diesen einzigartigen Beruf erfüllen. Entsprechend gründlich ist deshalb auch das Auswahlverfahren. Der Traum vom Fliegen steht Frauen und Männern gleichermaßen offen. Dabei gibt es in den verschiedenen Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine) die Möglichkeit als Strahlflugzeugführer, Waffensystemoffizier, Transportluftfahrzeugoffizier oder Hubschrauberführeroffizier ausgebildet und eingesetzt zu werden.

PROFESSIONALS ZUR BUNDESWEHR – KARRIERE ALS AKADEMIKER

Mit Hochschulabschluss kann man direkt als Offizier, in der Regel mind. im Dienstgrad Hauptmann bzw. Kapitänleutnant, einsteigen. Auch mit einem Fachhochschulabschluss – z.B. mit techn. Studienabschluss oder im geotechn. Fachgebiet – oder dem Befähigungszeugnis als Kapitän steht der direkte Einstieg in die Offizierlaufbahn offen. Mit abgeschlossenem Studium beginnt die Verpflichtungszeit bei drei Jahren.